Hi, ich bin Mira.
Ich schreibe und male, weil mich das Leben so noch ein bisschen mehr berühren kann. Und jetzt traue ich mich das in die Welt rauszugeben, damit sie andere Menschen berührt, damit sie mehr fühlen oder weniger feststecken.
Ich halte schon über 15 Jahre Räume, in denen wir wieder lernen dürfen, dass wir nicht anders sein müssen, um dazuzugehören. Und in denen wir entdecken was wir auch alles sind. Unsicher, mutig, komisch, wild, wütend, still, freudvoll, traurig, ein Mauerblümchen und ein wilder Drache. Und das all das kein Widerspruch zu Verbundenheit ist.
Dazwischen sammle ich Sätze, Blumen, Verkörperungen, Wissen, Kinderweisheiten und Momente, in denen Menschen plötzlich wieder diese kindliche Freude haben.
Die Freude, die über Steine springt.
Die Freude, die singt, obwohl es schief klingt.
Die Freude, die nicht erst wartet, bis alles erledigt ist.
Viele von uns tragen verletzte Anteile mit sich herum.
Und manchmal wirkt sich das doller auf unser Leben aus, als wir wahrhaben wollen.
Manche schlafen schlechter.
Manche grübeln mehr.
Manche ziehen sich zurück
Manchen tut der Rücken weh oder der Kiefer.
Oder ein anderer Teil des Körpers trägt schon lange etwas, wofür es noch keine Worte gibt.
Ich weiß nicht, ob alles weggeht.
Ich habe aber schon oft erlebt, dass Menschen wieder mehr Platz in sich finden. Platz für Traurigkeit.
Platz für chronische Schmerzen.
Platz für Unsicherheit.
Und gleichzeitig Platz für ein gutes Essen.
Für einen schönen Himmel.
Für einen Nachmittag, an dem niemand etwas von uns will.
Für Nähe.
Für einen Erdbeerkuchen. Für ein Lachen, das die ganze Nachbarschaft hört. Für Schritte in ein Leben, dass sich wackelig und stabil anfühlt - wackelig weil wir es noch nicht kennen und uns erst dran gewöhnen müssen, wie das Leben sein kann. Stabil, weil es sich so sehr nach uns anfühlt.
Ich mag es zu beobachten, wie ein Körper atmet, der gerade nichts leisten muss.
Wie wir lachen, wenn wir uns nicht mehr beobachten.
Wie viel Kraft plötzlich da ist, wenn wir aufhören, gegen uns selbst zu arbeiten.
Meine Mentorin sagte einmal zu mir:
„Mira, ich bin immer wieder beeindruckt, dass du einfach entschieden hast, glücklich zu sein."
Diesen Satz halte ich nah an meinem Herzen.
Denn in mir und um mich herum gibt es auf jeden Fall jede Menge Herausforderungen, denen ich mich ergeben könnte.
Und gleichzeitig gibt es Blumen.
Freundinnen.
Kunst.
Menschen, die sich trauen, sich zu zeigen.
Und die Entscheidung, mich davon berühren zu lassen.
Ich schreibe Texte, halte Kreise und Tempel und gestalte Erfahrungsräume für Menschen, die mehr Lust auf ihr Leben haben wollen.
Ich halte Räume, in denen viel gleichzeitig sein kann.
Jemand ist zutiefst traurig.
Jemand hat einen Herzensorgasmus.
Jemand lässt zum ersten Mal seit langer Zeit Wut zu.
Jemand sitzt einfach nur da und merkt, dass die Schultern ein kleines Stück tiefer hängen.
Alles davon darf da sein.
Gelernt habe ich in einer systemischen Coachingausbildung, in über 300 Stunden Yoga-Ausbildung, in tantrischen Traditionen und Tempeltrainings, als Embodied Change Practitioner (NARM und Somatic Experiencing), in Supervision und im Leben.
Und ich lerne weiter. In Beziehungen. Im Scheitern. Im Staunen.
Und mit zwei Kindern, die mich täglich daran erinnern, dass Verkörperung nur selten elegant aber meistens ein lebendiger Prozess ist.
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